Festival und Plattform

 „Women in Battle// Rebellische Frauen“ ein Projekt von NORDWIND und dem Literaturhaus Berlin

25.10.2019/ 07.11.2019 jeweils 19.30h


25.10.2019 19.30h

Mit der Ansage „Women in Battle“ kapern die Gruppe fxtrouble, die in Berlin für ihre Plattform des VULVA Clubs bekannt sind, mit jungen norwegischen Autor*innen für einen Abend das Literaturhaus und verwandeln es in einen wahnwitzigen Ort frischer Genderkritik. Während Ingvild Lothe mit ihrer Lyrik das Bild junger Frauen zwischen Karriere, Sexualität, Tinderwahn und Einsamkeit befragt, unternimmt Marta Breen mit ihrem titelgebenden Grapic Novel einen hellsichtigen Zug durch die Geschichte des Feminismus. Sofia N. Srour und Nancy Herz stellen Teile ihres Buches „Schamlos“ vor, in dem die jungen Muslimas mit Scharfsinn und viel Humor deutlich machen, was es bedeutet als ‚Fremde‘ im norwegischen Wohlfahrtsstaat aufzuwachsen. Die Texte werden von zwei Schauspieler*innen des Theaters an der Parkaue gelesen und um ihre Sichtweisen ergänzt. Der Abend ist in englischer und deutscher Sprache.

07.11.2019 19.30h

 “ Flügel in Flammen“Ein Abend zu Dagny Juel mit Lars Brandt und Anne Tismer
Als selbstbestimmte Frau stellte die Schriftstellerin Dagny Juel mit ihrem Schreiben und mit ihrem provokanten Auftreten die bürgerlichen Konventionen des ausgehenden 19. Jahrhunderts infrage. Ihr progressives Leben führte sie von Norwegen über die Bohehme Berlins um Strindberg und Munch bis nach Tiflis, wo sie ermordet wurde. Die Performerin Anne Tismer greift die bisher nur wenig bekannten Texte Juels auf und rückt sie in einem Cross-Over von Wissenschaft und Fiktion in ein neuartiges Spannungsverhältnis. Dabei entwirft sie anhand der Forschungen zu den Bonobos von Dr. Barbara Fruth, Neurobiologin an der Liverpool John Moores University und Leiterin der Forschungsstation für Bonobos in Luikotale, eine zukünftige egalitäre bis matriarchale Gesellschaft, in der das Werk Juels von zentraler Bedeutung und ihr soziales Verhalten nicht zu ihrem gewaltsamen Tod geführt hätte. Im Gespräch mit dem Autor und Filmemacher Lars Brandt, der als Sohn von Rut und Willy Brandt eng mit Norwegen verbunden ist und der das Werk Juels erstmals übersetzte, erkundet Tismer die Aktualität von Dagny Juels Arbeiten und Wirken.

gefördert von der königlich norwegischen Botschaft, Norwegian Literature Abroad(NORLA), Fritt Ord Foundation.

 

Karten unter www.literaturhaus-berlin.de

 

 


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