NEW ENEMIES


NATIONALISMUS AND GLOBALISIERUNG IN NORDEUROPA UND RUSSLAND

Westeuropäer verstehen Russland gern als zweigeteilt: gute Dissidenten vs. böser Staat, der die Bevölkerung unterdrückt und versucht, sie gleichzuschalten. Russische, finnische und deutsche Künstler und Aktivisten sprechen sich für mehr Differenzierung aus und zeigen, dass Normierung kein rein russisches Problem ist.
 
Vor der Wiederwahl Putins im Jahr 2012 standen in Russland viele Zeichen auf Sturm. Demonstrationen formierten sich, es gab zahlreiche Oppositionsgruppen, der von der Orthodoxen Kirche befeuerte konservative Trend bekam Gegenwind. Mit der Annexion der Krim erhielt die Machtvertikale jedoch wieder enormen Zuspruch. Medien, die von der offiziellen Direktive der Politik abwichen, wie etwa der Oppositionssender Doschd, mussten ins Internet ausweichen. Die russische Gesellschaft erscheint wie zweigeteilt. Jenseits der klaren Lager von „demokratisch-pro westlich“ und „national-isolationistisch“ gibt es aber zahlreiche Zwischenbereiche.
 
Die russische Künstlerin Elena Kovylina, der russisch-deutsche Aktivist Alexander Formozov und die finnischen Künstler Ossi Koskelainen und Emmi Venna zeigen, wie vielfältig Meinungen und Haltungen innerhalb der russischen Gesellschaft sind, wie Künstler sich zugleich auf beiden Seiten der Front befinden, zwischen den Fronten, darüber und fordern dazu auf, kritisch nach Westen und Osten zu blicken.
 


 
DISKUSSION/SYMPOSIUM

Termin: 27.11., 21:00 Uhr (Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz)
Russisch und Englisch

Panel Teilnehmer 
Alexander Formozov, russisch-deutscher Aktivist
Ossi Koskelainen, finnischer Künstler
Emmi Venna, finnische Künstlerin
Angelina Davydova, russische Wirtschaftswissenschaftlerin